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INHALT

WOHER DIE MENSCHEN KOMMEN UND WAS SIE HINTER SICH HABEN.

WARUM DIE MENSCHEN IHRE HEIMAT VERLASSEN HABEN.

WARUM MAN IN DIESEN LÄNDERN JETZT NICHT LEBEN KANN.

HELFEN MACHT UNS ZU MENSCHEN.

„ICH HELFE FLÜCHTLINGEN, WEIL ICH IN DER GEBURTSORTLOTTERIE DEN DOPPELJACKPOT GEKNACKT HABE!“

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Täglich sind Menschen in vielen Ländern der Welt aus unterschiedlichen Gründen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Sie fliehen vor Verfolgung, vor Folter und vor Krieg. Doch Europa macht es diesen Menschen in Not nicht leicht: Anstelle Flüchtlingen die Hand zu reichen, werden vielfach Grenzen hochgezogen, um Europa zu einer Festung zu machen. Ein Vierteljahrhundert nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kehrt der Stacheldraht auf den Kontinent zurück – in Ungarn, in Bulgarien, an der Grenze zur Türkei.

Längst ist klar: Der Umgang mit schutzsuchenden Menschen ist neben der Armutsfrage zu einer Schicksalsfrage für die Europäische Union geworden. Die tausenden Toten vor Lampedusa, die Flüchtlingstragödien auf den griechischen Inseln, die Obdachlosen von Traiskirchen und die Toten auf Österreichs Straßen – sie alle machen deutlich: Bislang bleiben PolitikerInnen in Brüssel, in Berlin oder Wien Antworten auf diese Schicksalsfrage sträflich schuldig.

Wer nach Antworten sucht, wird dafür in der Zivilgesellschaft fündig. Unzählige Menschen haben in den vergangenen Wochen und Monaten in Eigeninitiative geholfen. Eine Welle der Hilfsbereitschaft und der Solidarität hat unser Land erfasst. Sie macht deutlich: Eine andere Politik, ein anderer Umgang mit Schutz suchenden Menschen ist möglich. Doch noch sind viele Fragen offen.